Inspiration

Hintergrund

Was verstehen wir unter Evangelium und unter einer Evangeliums-zentrierten Gemeinde?

Dazu wird es immer neue Formulierungen und Antworten geben; aber diese Grundthemen sind uns besonders wichtig geworden:

Evangelium ist das, was diese Begriff übersetzt bedeutet: Eine wirklich gute Nachricht. Es ist die Nachricht, dass Gott uns und unsere zerbrochene Welt nicht aufgegeben hat, sondern durch Jesus Christus in sie hineingekommen ist, um eine umfassende Rettung zu beginnen. Es gibt tatsächlich Hoffnung für unsere Welt.

Teil dieser guten Nachricht ist auch, dass jeder – wirklich jeder – an dieser Rettung teilhaben kann. Und zwar durch eine persönliche Begegnung mit der überwältigenden Liebe Gottes, die gilt und bleibt unabhängig von eigenen Schattenseiten, Zweifeln und biographischen Widersprüchen.Artikel:

“Gesellschaftsrelevante Gemeinde” – ein Artikel von Christian Nowatzky und Konstantin von Abendroth in Große Gemeinden: Das Geheimnis ihres Wachstums, SCM R. Brockhaus, 2012. Der Artikel gibt einen Einblick in den Ansatz des Berlinprojekts, einer Gemeinde im Netzwerk.

Diese Performance-Unabhängigkeit der Liebe Gottes ist Gnade: Ein Geschenk, dass so unabhängig von unseren eigenen Leistung ist, dass man es nur als Gnade bezeichnen kann. Wir sind gemacht für solche Gnade. Und bei Gott erfahren wir sie in umfassender Form. Diese Gnade und Liebe ist nicht nur ein netter Wunsch, sondern sie ist bewiesen durch Jesu Tod am Kreuz. Damit ist das Evangelium die Pause vom Leistungsdruck unsere Stadt und Welt.

Die immer neue Erfahrung dieser Gnade und Liebe durch den Heiligen Geist ist die tragfähigste Motivation für persönliche Veränderung, weil sie nicht auf Angst oder Stolz basiert, sondern Liebe und Freude weckt.

Aufgrund des Evangeliums erkennen wir Gott als den einflussreichsten Faktor unseres Lebens. Wir halten ihn aufgrund des Evangeliums für so überzeugend und wunderbar, dass wir ihn und seine Worte in der Bibel ernst nehmen. Dabei gewinnt er unsere Loyalität nicht durch Angst oder Stolz, sondern durch seine sich hingebende Liebe am Kreuz.

In einer Evangeliums-zentrierten Gemeinde werden Menschen fortwährend vom Evangelium bewegt. Das Evangelium wird nicht nur als Eintrittskarte des Glaubens verstanden, sondern als Inhalt und Motivation in allen Lebensphasen. Es steht im Zentrum der Verkündigung und wird nicht durch einen einseitigen Ethikfokus verdrängt. Es geschieht persönliche Veränderung und Wachstum bei den Menschen – jedoch nicht durch Druck, Angst oder Gruppendynamik, sondern durch die wiederkehrende, existentielle Erfahrung von Gottes Gnade.

Menschen einer Evangeliums-zentrierten Gemeinde investieren sich für ihre Stadt und Umgebung. Sie teilen Liebe in Wort und Tat(!), weil sie sich selber als Geliebte erfahren. Außerdem wissen sie, dass ihr praktischer Einsatz nicht umsonst sein wird aufgrund der Zukunft und Hoffnung für diese Welt.

Eine Evangeliums-zentrierte Gemeinde ist daher eine Gemeinschaft von Menschen, die aus Gnade leben, nach Gnade suchen und Gnade üben. Das Evangelium ist das verbindende Element der Gemeinde; andere Themen sind nachgeordnet.

 

Artikel

“Gesellschaftsrelevante Gemeinde” – ein Artikel von Christian Nowatzky und Konstantin von Abendroth in Große Gemeinden: Das Geheimnis ihres Wachstums, SCM R. Brockhaus, 2012. Der Artikel gibt einen Einblick in den Ansatz des Berlinprojekts, einer Gemeinde im Netzwerk.

 

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